Genre: Sport
Entwickler: Electronic Arts
Publisher: Electronic Arts
Release: 20. November 2008 Spielmodi: - Singleplayer - Multiplayer mit bis zu 2 Spielern - Download-Play Multiplayer mit bis zu 2 Spielern - Online Modus mit bis zu 2 Spielern
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Wenn man von Skateboard-Spielen im Allgemeinen spricht, dann wird den meisten Gamern hier der Name Tony Hawk durch den Kopf sausen. Und das aus gutem Grund. Seit 1998 erscheinen regelmäßig unter der Flagge von
Activision Skateboard-Versoftungen für alle erdenklichen Plattformen – und das auch erfolgreich! Da war es nur eine Frage der Zeit, dass andere Entwickler auf den Zug aufspringen. Erstmals wirklich gelungen ist dies EA mit
Skate (Xbox360/PS3), dessen Ableger für Wii und NDS
Skate It heißt. Ich habe mir die Handheld-Version des Titels näher angeschaut – fangen wir an.
Im Menü angekommen zeigt sich schnell, dass der Karriere-Modus die zentrale Rolle im Spiel hat. Hier kannst du zeigen was du drauf hast, zunächst auf dem Schulhof, in Gemeindezentren oder am See – später, wenn Sponsoren und Magazine auf dich aufmerksam geworden sind, auch an tollen Locations von Paris bis Rio. An jedem Schauplatz gibt es eine Vielzahl an Challanges, die es zu bewältigen gilt. Diese schaltet ihr nach und nach frei, ihr werdet einzelne Orte also mehrfach besuchen müssen um das Spiel zu beenden. Neben neuen Orten und Aufgaben erhaltet ihr aber auch immer neue Boards, Rollen und Trucks (Achsen). Ihr könnt aber nicht nur euer Board selbst gestalten, sondern auch euren Skater. Hierzu steht euch eine kleine Auswahl an Gesichtern, Frisuren und Outfits zur Verfügung, sowie die Möglichkeit das Geschlecht und die Statur zu wählen.
Bei den diversen Herausforderungen geht es meist darum coole Tricks mit dem Board zu vollführen. Hierbei werdet ihr stehts von einem Kameramann begleitet, der das Geschehen filmt oder fotografiert. Ansonsten gilt es bei netten bis nicht so netten Rennen, Fototerminen und Punktejagden zu triumphieren. Auf den Locations verteilt findet ihr grüne Markierungen, an denen ihr die Challanges annehmen könnt. Alternativ können diese aber auch über das Menü direkt gestartet werden.
Wer den Karriere-Modus beendet hat, der kann sich anschließend ohne lästigen Kameramann im Freeskate-Modus vergnügen oder aber unter dem Auswahlpunkt „Mein Spot“ einen eigenen Parkour erstellen. Eigens dafür gibt es ein Tutorial, welches euch den Einstieg ins Baugeschäft denkbar erleichtert.
Natürlich darf auch ein Multiplayer-Modus nicht fehlen. Dieser bietet sowohl ein drahtloses Multikarten-, als auch ein Einzelkartenspiel. Erfreulicherweise kann aber auch die Wi-Fi Connection genutzt werden. So könnt ihr nicht nur Lokal, sondern weltweit gegen einen zweiten Spieler antreten. Alle Multiplayer-Sitzungen beginnen hierbei im Freeskate-Modus, bis der Host, bzw. der Mitspieler eine Herausforderung startet.
In Sachen Steuerung seid ihr auf euer Touchscreen angewiesen, eine reine Tastensteuerung wird nicht angeboten. Das ist aber halb so wild, denn die Steuerung funktioniert nach einer kurzen Eingewöhnungsphase ganz gut. Auf dem unteren Screen wird euch eine Skateboard- Silhouette angezeigt, deren Position ihr in den Optionen bestimmen könnt. Um einen Trick auszuführen musst du lediglich den Touchpen über das Board ziehen. Je nachdem wie du den Touchpen ziehst, werden unterschiedliche Tricks ausgeführt. Kombinieren könnt ihr das außerdem mir Mid-Air-Spins, Grabs und Tweaks.
Ihr merkt schon, als unerfahrener Skater hat man es nicht leicht! Das wird auch schnell im Spiel deutlich, wenn es beispielsweise eure Aufgabe ist euer Publikum mit einen 360 Pop-Shuv-It zu begeistern. Wer grade kein Skatelexikon zur Hand hat, der kann sich auch mit dem Trickbuch im Pausenmenü helfen – Glück gehabt!
Grafisch zeigt sich das Spiel komplett in 3D – und das ruckelfrei. Der Stil ist dabei sehr realistisch gehalten, zu viele Details solltet ihr aber nicht erwarten. Zwar passen sich die Hintergründe der aktuellen Location an und auch die Parcoure bringen jeweils ihren eigenen Charme mit sich, jedoch wirkt alles sehr kahl und steril, eben detailarm. Die Skater selbst sind gut animiert, in deren Gesichter kann man jedoch nicht blicken, ohne gleich an „Planet der Affen“ zu denken. Mankos gibt es auch in Sachen Physikengine. Solang ihr auf dem Board steht und über die Pipes rast, scheint alles im grünen Bereich zu sein. Sobald ihr aber auch nur eine Kante streift, stürzt der Skater derart unrealistisch zu Boden, das sieht man sogar in den meisten Flash-Spielen besser! Auch in Sachen Sound bietet das Spiel zu wenig. Lediglich vier Songs haben es auf das Modul geschafft – sehr schade!
EA hat mit Skate It eine solide Skateboard-Simulation auf Nintendos Handheld gebracht. Die innovative und sehr komplexe Steuerung funktioniert nach einer kurzen Eingewöhnungszeit sehr gut, das Spiel bietet eine vielzahl an Tricks und Locations, unterschiedliche Modi und sogar einen Leveleditor – super! Leider zeigt sich der Titel Grafisch sehr detailarm, und auch in Sachen Physik und Sound hätte man einiges mehr bieten können. Trotzdem – wer Spaß am virtuellen Skaten hat, der kommt zumindest auf dem NDS nicht an Skate It vorbei.Vielen Dank an EA für die Bereitstellung des Testmusters!