Genre: Survival Horror
Entwickler: Sproing
Publisher: Deep Silver
Release: 21. August 2009 Spielmodi: - Singleplayer
Sonstiges: - Rumble Funktion - Progressiv Scan (480p) - Widescreen (16:9)
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Eine Seefahrt die ist lustig, eine Seefahrt die ist schön, mhhhh ... klingt nach einem Survival-Horror-Trip für Weicheier. Da packen wir doch lieber unsere Bergsteigerausrüstung samt Eispickel ein und machen zusammen mit Eric Simmons mal so eine richtige Tour in die Gebirgskette des Himalaja. Bei allen die im Erdkundeunterricht aufgepasst haben sollten nun die Buddha-Glöckchen klingeln, denn hier ragt unter anderem der Mount Evererst aus der Tibetanischen-Erdkruste. Allerdings wollen wir nicht den höchsten Berg der Welt besteigen, sondern nur den etwas kleineren Chomolonzo. Grund für den Ausflug auf über 7000m Höhe ist Erics jüngerer Bruder Frank, der nach einer Expedition spurlos verschwunden ist. Somit begeben wir uns nach einem kleinen Einstiegstutorial in das Dorf Lhando am um erste Hinweise über das verschwinden von Frank zu erhalten.
Lhando strotzt nicht gerade vor Leben, sondern gleicht vielmehr einer ausgestorbenen Geisterstadt. Somit erkundet ihr also erst einmal die leeren Gassen und Häuser auf der Suche nach Edward Bennett dem Auftraggeber von Frank. Unterwegs zertrümmert ihr jede Menge Tonvasen und erhaltet Räucherstäbchen, mit denen ihr verlorene Lebensenergie an herumstehenden Schreinen wieder aufladen könnt. Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wodurch denn bitte die Lebensenergie verschwinden soll? Die Antwort auf die Frage lautet: Geister. Irgendetwas hat den gesamten Berg verflucht und die meisten dort lebenden Menschen in angriffslustige Geister verwandelt. Mit der Fähigkeit des dritten Auges könnt ihr die Unsichtbaren aufspüren und mit Hilfe eures Eispickels im Nahkampf malträtieren. Das Abwehren der Geister auf Distanz ist aber auch möglich. Im weiteren Verlauf des Aufstiegs findet ihr Artefakte mit denen ihr den Eispickel zur magischen Schusswaffe aufrüstet und dadurch verschiedene Fähigkeiten erhaltet. Ein wichtiger Bestandteil von
Cursed Mountain sind die Gebetsgesten, welche ihr mit Wiimote und Nunchuck ausführen müsst um z.B. Geister aus dem sogenannten
Bardo zu erlösen oder die durch Magie verschlossene Türen zu öffnen.
Cursed Mountain ist vom Levelaufbau sehr gradlinig gehalten. Somit lauft ihr auf festen Wegen durch Dörfer, Kloster oder Bergsteigerlager, was ein Verlaufen so gut wie unmöglich macht und den Eindruck von einer offenen Spielwelt erst gar nicht aufkommen lässt. Auch kommende Kampfszenen sind an den örtlichen Gegebenheiten leicht zu erahnen. Wenn man z.B. ein durchsuchtes Haus verlässt und auf eine große freie Fläche zu läuft, wird man wohl kaum einen Schneemann bauen oder Schlitten fahren. Die intuitive Steuerung bringt ebenfalls recht wenig Abwechslung, besonders wenn ihr die Gebetsgesten ausführt. Insgesamt fällt der Schwierigkeitsgrad also nicht sonderlich hoch aus, zumal dieser auch nicht verändert werden kann. Zum Glück sind unfaire Stellen im Spiel sehr rar und die Rücksetzpunkte akzeptabel gewählt. Obwohl
Cursed Mountain relativ leicht zu spielen ist und eintönig im Spielverlauf ausfällt kann der Titel mit Atmosphäre und Story punkten. Ihr seit völlig allein und müsst diesen verdammten Berg erklimmen. Es ist windig, es schneit, die Sicht ist echt schlecht. Die wirklich gelungene Soundkulisse treibt die beklemmend wirkende Atmosphäre richtig gut voran. Auch der eingebaute Wiimote Speaker kommt an einer bestimmten Stelle einen Einsatz, der besser nicht hätte sein können. In einzelnen Zwischensequenzen bekommt ihr häppchenweise die Geschichte von Frank serviert, die im weiteren Verlauf immer bizarrer wird. Auf jeden Fall sind die Storyschnipsel so gut verpackt, dass man unbedingt wissen muss wie es weiter geht. Grafisch geht
Cursed Mountain völlig in Ordnung und trägt durch das recht authentische Design der tatsächlichen Chomolonzo Umgebung zur Atmosphäre bei.
Cursed Mountain ist trotz seiner Gradlinigkeit und magerer Abwechslung, ein für jeden zugängliches und spannendes Abenteuer. Das ungewöhnliche Setting, die bizarre Storyline, die beklemmende Atmosphäre und die gelungene Präsentation machen den Titel schon zu einem besonderen Stück Software. Daher sprechen wir auch eine Kaufempfehlung aus, weil sich der Titel aus der breiten Masse hervorhebt und nicht in einer Gletscherspalte verschwinden sollte.Für alle die noch ein wenig Überzeugungsmaterial brauchen sei hier die
Deepsliver Entwicklerpräsentation der gamescom ans Herz gelegt.